Donnerstag, 3. November 2016

Du erwachst…

… in einem fremden Raum und willst dich waschen. Im Bad findest du ein Drei ???-Fan-Duschgel und ein wasserdichtes Kassettendeck.

…auf diesem Sofa. Frühstücksgerüche. Eine Stimme sagt: „Du warst so klasse.“ Der Raum hat keine Fenster.

...in einem fremden Schlafzimmer, betrachtest ihn mit Wohlwollen. Dann klingelt sein Handywecker. Mit der SPIEGEL TV-Titelmusik.
...in einem fremden Bett. In dieser Bettwäsche. Eine Stimme sagt: „Nenn' mich ruhig Hüftgoldbär, ich bin da nicht so eng.“



Montag, 17. Oktober 2016

Im Herbst werden die Fliegen langsamer und die Fliegenjäger bilden sich dennoch was auf ihre höhere Fangquote ein, diese arroganten Schnösel.
Heute riecht es hier nach Abgasen, Hausbrand, Schnee und Kuh. Der Himmel ist dunkelgrau.  Gucke aus dem Fenster. Gegenüber stand mal ein Haus. Das wurde neulich abgerissen. Da, wo es war, wabert jetzt Nebel. Ich schnabuliere eine Marzipanwurst. Stürme ziehen um die Häuser, aber drinnen in der Stube flackern die Bildschirme gemütlich.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Träumte von einer Open Mic-Nacht im Café Cortisol. Ich sang „Sag mir, wo die Kunstblumen sind“ auf Halbplayback. Es klatschte nur eine Person: Linda de Mol.
Nur hat hat Linda de Mol nie die richtige Mini Playback Show moderiert. Nur die Prominenten-Ausgabe. In Wirklichkeit war es Marijke Amado.
Also gut, für den Reim: Es klatschte nur eine Person, der Botaniker Hugo von Mohl, * 8. April 1805 in Stuttgart; † 1. April 1872 in Tübingen.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Auf dem Fußweg überholt mich ein Junge mit einer weißen Plastik-Segway-Variante ohne Lenkstange. Das Gerät blinkt bunt.
Meine Hose rutscht.
Ich umklammere meine Klopapierpackung fester, eile nach Hause. Muss wissen, was das für ein Gefährt war!
Emsig klackern die Keyboardtasten.

Diese Geräte, umgangssprachlich trotz der Rollen Hoverboard genannt, sind für den Betrieb auf deutschen Straßen und Fußwegen gar nicht zugelassen.

Ich starte erstmals ein altes Autorennspiel, Driver: Parallel Lines. Dessen Autoren Maurice Suckling und Marek Walton erschufen mal einen DS-Titel, den ich ziemlich mochte. Im Driver-Intro hört man ganz unerwartet Suffragette City von David Bowie.

Der Mitbewohner (Beruf: Architekt) kommt unerwartet eher von der Arbeit heim. Aus meinem Zimmer kommen Motorengeräusche. Ich schäme mich so.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Verdiene Hass mit deinem Blog.

Freitag, 7. Oktober 2016

Mein diesjähriges Weihnachtsgeschenk an mich wird eine Fassung der Kevin-Filme werden, bei der ich alle Gewaltszenen rausgeschnitten habe. Stattdessen: Kevin im Hotel. Kevin liest ein Pornoheft. Kevin geht einkaufen. Kevin redet mit sich selbst.
Dazwischen sentimentale Musik. Das wird schön.

Donnerstag, 29. September 2016

Es folgt das Gedicht DEUTSCHE LIEBE (feat. Angelina Heger):


Heidepark, Rocco Stark / Gebleichte Jeans, weiße Zähne / Schokozimmerbrunnenfontäne / Tarnmuster, Freiheitsstatue / Beim „GV“ Xavier Naidoo.

Bingespending

Miteinander Zeit verbingen.